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Radon   

Risikofaktoren – Gesundheit – Messung – Richtwerte - Schutzmaßnahmen

Radon ist ein natürliches, mit unseren menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbares Edelgas. Es ist ein radioaktives Zerfallsprodukt der im Boden vorkommenden radioaktiven Schwermetalle Uran und Thorium. Das Gas entweicht aus Gesteinen und Bodenschichten und breitet sich über die Bodenluft oder gelöst in Wasser aus. Radon-222 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen unter Aussendung von Alpha-Strahlen in seine wiederum radioaktiven Zerfallsprodukte. Diese liegen dann jedoch nicht mehr als Gas vor, sondern als Schwermetall. Das Radon-Gas dringt über erdberührende Wände ein und reichert sich im Gebäude an. In Gebäuden liegt die durchschnittliche Radon-Konzentration drei- bis viermal höher als im Freien – je größer die Luftdichtheit desto höher. Ein Durchschnittswert in Wohnräumen in Deutschland liegt bei rd. 50 Becquerel pro Kubikmeter Luft. Unsere Messungen zeigen jedoch auch Konzentrationen bis zu einigen Tausend Bq/ m³ Innenraumluft.


Risikofaktoren

Die geologische Beschaffenheit sowie die Durchlässigkeit des Untergrundes sind verantwortlich für mehr oder weniger Radon in der Bodenluft. Die Radon-Belastung ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Je nach Bodenluft­konzentration liegt eine größere oder kleinere Menge Radon an der Gebäudehülle an und droht ins Innere einzudringen. Die sog. Radon-Karte des Bundesamtes für Strahlenschutz bietet eine grobe Orientierung zur Frage der regionalen Bodenluft­konzentrationen. Als Planungsgrundlage für Einzelprojekte genügen die nur rd. 2.300 Messorte allerdings nicht. Es muß gezielt vor Ort gemessen werden.

Zweiter Faktor ist die Durchlässigkeit des Gebäudes. Der Zustand des Fundaments, die Eindringmöglichkeiten über Spalten und Risse sowie im Bereich von Kabel- und Rohrdurchführungen sind sehr entscheidend. Durch den Kamineffekt (Temperatur­­differenz zwischen Raum- und Aussenluft) herrscht ein Unterdruck in Gebäuden, der dazu führt, dass Radongas aus dem Untergrund ins Gebäude gesaugt wird.

Gebäude mit geringem Luftwechsel z.B. aufgrund moderner dicht schließender Fenster erreichen deutlich höhere Belastungen. Der Energiespargedanke kann in diesem Punkt sogar nachteilig wirken.


Unsere Gesundheit

Radon kann aufgrund seiner Radioaktivität Lungenkrebs verursachen. Der WHO zufolge steigt die Lungenkrebsrate bei Werten über 100 Bq/ m³ signifikant.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nennt Radon nach dem Rauchen als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs (Rauchen ca. 85%, Radon ca. 5-10%).  Das Rauchen verschärft das Risiko gravierend.


Messung schafft Klarheit

Ob prophylaktische Untersuchung oder bereits konkrete Sanierungsplanung – Problemlösung stützt sich auf

der messtechnischen Erfassung der Radonbelastung,

der Bewertung der Gebäude-Gegebenheiten und

der Identifikation möglicher Radon(eintritts)quellen.

Je nach Gebäudealter, -zustand und –nutzung unterscheidet sich die passende Messstrategie. Hier unterstützen wir Sie ganz individuell. Die Zuverlässigkeit und Qualität der Messergebnisse ist äußerst wichtig für die Frage, welche Räume eine erhöhte Radon­kon­zen­tra­tion aufweisen.

Messverfahren können unterschiedliche Ziele verfolgen und unterschiedlich stabil ausfallen: Da Radon nicht gleichmäßig ausgast, sondern starken Schwankungen unterliegt, gelten die Richtwerte ausschließlich für den Jahresdurchschnitt (Messung über 12 Monate).

Langzeitmessung: Passive Messgeräte (Exposimeter) verbleiben an zwei oder mehr Messstellen für mehrere Monate. Die Heizperiode ist für die 2 - 3 Monate andauernde verkürzte Messung gut geeignet. Deutlich stabilere Werte erhält man nach dem Deponieren über 12 Monate. Das Ergebnis ist ein verlässlicher Durchschnittswert.

Kurzzeitmessungen können Raumbelastungen unterscheiden und tageszeitliche Schwankungen erkennen. Eine Aussage über Schwankungen im Jahresmittel wird hierbei nicht getroffen. Die zeitauflösende Datenerfassung erfolgt mit elektronischen Messgeräten.

Bodenluftmessung: Sie liefert eine Momentaufnahme von dem Radon-Potential aus dem Untergrund. Die zusätzliche Einschätzung von Gebäudeundichtigkeiten ist äußerst relevant.

Für bauliche Maßnahmen ist eine Kombination der genannten Methoden ratsam.



























Richtwerte für Wohnräume











* Die Strahlenschutzkommission SSK hat im April 2005 eine Stellungnahme zum Lungenkrebsrisiko durch Radonexpositionen in Wohnungen verabschiedet, die die Ergebnisse der europäischen Radonstudie (Radon in homes and risk of lung cancer: collaborative analysis of individual data from 13 European case-control studies, 2005a, (BMJ 330: 223-227) berücksichtigt.

Die SSK kommt in dieser Stellungnahme zu der Bewertung, dass bei Entscheidungen über konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Radonkonzentrationen in Wohnungen auch der Bereich unterhalb von 250 Bq/m3 zu berücksichtigen ist.


Schutzmaßnahmen

Werden erhöhte Radonkonzentrationen festgestellt, sind bei der Planung der Gebäudesanierung konstruktive und lüftungstechnische Maßnahmen zu treffen, wie beispielsweise:

Wird ausschließlich die untere Hälfte des Gebäudes abgedichtet, so wird als Radonschutzmaßnahme der Einbau eines Außenluft-Durchlasses ALD zur Verringerung eines Unterdruckes im Kellergeschoss empfohlen (Druckausgleich).

Das Aufsteigen von radonhaltiger Bodenluft über Hohlräume zwischen Isolierung und  Außenwand oder das Eindringen in das Gebäudeinnere über undichte Stellen im Mauerwerk muss vermieden werden. Dies ist bei fachgerechter Ausführung nach Stand der Technik gewährleistet (z.B. Kautschukplanen, Kleberauftrag nach der Randwulst-Punkt-Methode oder vollflächig).

Das Abdichten von Luftströmungen vom Keller in die Wohnräume wirkt sich sowohl auf den Wärmehaushalt als auch auf den Radonschutz positiv aus.

Der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung ist im Hinblick auf Radon vorteilhaft. Wesentlich ist, dass im Gebäude kein Unterdruck entsteht.

Bei Einbau einer Einzelfeuerungsanlage (Kachelofen, Küchenherd, Kamin) ist zur Vermeidung von Unterdruck auf eine ausreichende direkte Außenluftzufuhr zu achten.

Kontrolle des Radonwertes nach der Sanierung.